Von Dr. sc. nat. ETH Paolo Colombani | Lesezeit 2 bis 3 Minuten

Ob nüchtern oder nach dem Essen – der Stoffwechselzustand beeinflusst, wie unser Immunsystem reagiert. Wie sich eine Mahlzeit akut auf bestimmte Immunzellen auswirkt, wurde aber bisher kaum untersucht. Eine neue Studie aus den USA belegt nun, dass T-Zellen direkt auf verfügbare Nährstoffe reagieren und ihre Funktion entsprechend anpassen. Welche Konsequenzen hat diese Erkenntnis?

Die Wechselwirkungen zwischen Ernährung und Immunsystem sind seit Jahren Gegenstand intensiver Forschung. Meist liegt der Fokus aber auf den langfristigen Effekten – also wie bestimmte Ernährungsweisen chronische Entzündungen beeinflussen oder das Risiko für Erkrankungen verändern. Eine aktuelle in der Fachzeitschrift Nature publizierte Studie erweitert diese Perspektive grundlegend: Sie zeigt, dass nicht nur die Ernährungsweise an sich, sondern auch «die letzte Mahlzeit» und somit der postprandiale Stoffwechselzustand zum Zeitpunkt der Immunaktivierung entscheidend sein kann 1.

Der Stoffwechsel als Signalgeber

Nüchtern vs. postprandial: funktionelle Unterschiede

Ernährung als kurzfristiger Modulator

Bedeutung für Praxis und Forschung

Quellen

Beitragsbild: © Eigene Darstellung, erstellt mit ChatGPT / DALL·E (OpenAI), 2026.