Von Dr. sc. nat. ETH Paolo Colombani | Lesezeit 2 bis 3 Minuten

Die Schätzung des ökologischen Fussabdrucks eines Lebensmittels basiert häufig auf seiner Menge, seinem Kaloriengehalt und teilweise auch auf seinem Nährstoffgehalt. Doch reicht das aus? Die Ernährungswissenschaft hat diese reduktionistische Sicht längst überwunden. Höchste Zeit, dass auch die Beurteilung der Nachhaltigkeit diesem elementaren Fortschritt folgt.

Nachhaltige Ernährung soll zwei Ziele gleichzeitig erfüllen: die Umwelt möglichst wenig belasten und die Gesundheit fördern. Um beides miteinander zu verbinden, wird in der Forschung zunehmend die sogenannte Nutrition Life Cycle Assessment (nLCA) eingesetzt. Sie ergänzt klassische Ökobilanzen von Lebensmitteln um deren Gehalt an Nährstoffen. Doch genau hier sehen Forschende der Ernährung ein grundlegendes Problem: Der Fokus auf einzelne Nährstoffe greift zu kurz. Ein aktueller Kommentar fordert deshalb einen Paradigmenwechsel – weg von der reduktionistischen Betrachtung des Gehalts einzelner Nährstoffe, hin zu den tatsächlichen gesundheitlichen Auswirkungen von Lebensmitteln und ganzen Ernährungsmustern – also dem Nährwert 1.

Nährstoffe sind nicht der Nährwert

Nüchtern vs. postprandial: funktionelle Unterschiede

Die Lebensmittelmatrix beeinflusst den Nährwert

Auch die Bioverfügbarkeit genügt nicht

Einzelne Lebensmittel sagen wenig über die Ernährung aus

Neue Anforderungen an Nachhaltigkeitsbewertungen

Ein Schritt zu einer realistischeren Nachhaltigkeit

Quellen

Beitragsbild: © Eigene Darstellung, erstellt mit ChatGPT / DALL·E (OpenAI), 2026.