Von Dr. sc. nat. ETH Paolo Colombani | Lesezeit 1 bis 2 Minuten
Klassische Empfehlungen bei Typ-2-Diabetes fokussieren auf eine geringe Fettzufuhr – und daher auf eine relative hohe Zufuhr an Kohlenhydraten. Forschende stellten dies infrage und untersuchten in streng kontrollierten Ernährungsstudien, was passiert, wenn ein Teil der Kohlenhydrate durch Proteine plus Fett ersetzt wird. Die Ergebnisse passen nicht zu den klassischen Empfehlungen.
Menschen mit Typ-2-Diabetes leiden häufig an einer sogenannten diabetischen Dyslipidämie. Diese beinhaltet höhere Blutfettwerte, insbesondere Triglyzeride und kleine dichte LDL-Partikel, sowie tiefere Gehalte an HDL-Cholesterin. Diese Kombination fördert die Gefahr für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und hängt oft mit einer Verfettung der Leber zusammen. Obwohl Gewichtsabnahme die Stoffwechsellage verbessern kann, ist unklar, ob auch die Zusammensetzung der Nahrung – insbesondere das Verhältnis von Kohlenhydraten zu Protein plus Fett – unabhängig vom Gewicht eine Rolle spielt. Ein dänisches Forscherteam untersuchte daher in zwei streng kontrollierten Interventionsstudien, inwiefern der Austausch von Kohlenhydraten gegen Proteine plus Fett bei Typ-2-Diabetes den Fettstoffwechsel und den Leberfettgehalt verbessert – und zwar unabhängig vom Körpergewicht 1.
Die Studien
Die wesentlichen Ergebnisse
Fazit
Quellen
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