Von Dr. sc. nat. ETH Paolo Colombani | Lesezeit 1 bis 2 Minuten

Zucker- und künstlich gesüsste Getränke stehen seit Jahren auf der schwarzen Liste. Insbesondere der Konsum gezuckerter Getränke gilt als krankheitsfördernd. Aber auch zu vermeintlich gesicherten Erkenntnissen ist eine regelmässige Sichtung der Evidenz zwingend. Eine neue Übersicht bündelt nun die Evidenz aus knapp 20 Meta-Analysen. Bleibt die aktuelle Beurteilung bestehen?

Gezuckerte wie auch künstlich gesüsste Getränke stehen seit Jahren im Zentrum gesundheitspolitischer Diskussionen. Zuckerhaltige Getränke gelten aufgrund ihres hohen Gehalts an frei verfügbarem Zucker seit Langem als ernährungsphysiologisch problematisch. Bei künstlich gesüssten Getränken war die Einschätzung zunächst eine andere: Sie wurden lange als «gesündere» Alternative betrachtet – in einer Zeit, in der Nährstoffe weitgehend isoliert beurteilt wurden und der Fokus unter anderem auf dem Zucker lag 1, nicht jedoch auf den eingesetzten Süssstoffen.

Inzwischen hat sich diese Sichtweise geändert. Auch künstlich gesüsste Getränke werden mittlerweile kritischer bewertet, unter anderem wegen Hinweisen auf potenziell nachteilige Effekte auf die Darmmikrobiota (siehe «Süssungsmittel mit bitterer Wirkung»). Eine aktuelle Umbrella-Review bündelt nun die verfügbare Evidenz zu beiden Getränkekategorien und ordnet ihre Zusammenhänge mit Gesamtsterblichkeit und kardiovaskulärer Gesundheit systematisch ein 2.

Die Umbrella-Review

Die wesentlichen Ergebnisse

Fazit

Quellen

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