Von Dr. sc. nat. ETH Paolo Colombani | Lesezeit 2 bis 3 Minuten
Die Diskussion über Fleisch und pflanzenbasierte Alternativen wird häufig auch mit gesundheitlichen Argumenten geführt. Besonders verbreitet ist die Annahme, dass pflanzliche Fleischersatzprodukte im Gegensatz zu Fleisch keine Entzündungen auslösen. Eine aktuelle randomisierte klinische Studie hat diese Frage nun experimentell an gesunden Erwachsenen untersucht.
Eine chronische, niederschwellige Entzündung gilt als zentraler Faktor bei zahlreichen Krankheiten, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes und bestimmte Krebsformen 1. Diese stille Entzündung benötigt Auslöser, die sie aufrechterhalten – und die Ernährung kann einer davon sein. Daher wird untersucht, wie einzelne Lebensmittel oder Ernährungsweisen Entzündungsprozesse beeinflussen.
Nach einer Mahlzeit kommt es grundsätzlich zu messbaren Veränderungen im Stoffwechsel. Diese sogenannte postprandiale Phase – die Stunden nach dem Essen – ist daher ein wichtiger Zeitraum, um akute und wiederkehrende Reaktionen des Körpers zu untersuchen. In diesem Zusammenhang werden gerne drei Entzündungsmarker gemessen:
- C-reaktives Protein (CRP), mittels hoch-sensitiver Analyse (hs-CRP)
- Interleukin-6 (IL-6)
- Tumornekrosefaktor-α (TNF-α)
Fleisch wird häufig als entzündungsfördernd bezeichnet und pflanzliche Lebensmittel generell als entzündungshemmend. Vor diesem Hintergrund stellte sich ein Forschungsteam die Frage: Führt der Verzehr von Rindfleisch und pflanzlichem Fleischersatz zu einer unterschiedlichen Entzündungsreaktion in der postprandialen Phase?
Die Studie
Die Ergebnisse
Fazit
Quellen
Beitragsbild: © Paolo Colombani, OpenAI’s DALL-E mit ChatGPT generiert