Von Dr. sc. nat. ETH Paolo Colombani | Lesezeit 2 bis 3 Minuten
Wie stark beeinflussen unterschiedliche Ernährungsformen unsere Mikrobiota im Darm – und damit Entzündung, Stoffwechsel und Krankheitsrisiko? Eine neue Übersichtsarbeit mit 80 kontrollierten Studien zeigt: Viele Ernährungsweisen verändern gezielt bestimmte Bakteriengruppen und Biomarker. Die «Vielfalt» unserer Haustierchen im Darm bleibt jedoch meist erstaunlich stabil.
Die Mikrobiota im Darm gelten heute als ein zentrales Bindeglied zwischen Ernährung und Gesundheit. Sie beteiligen sich an Stoffwechselprozessen, beeinflussen die stille Entzündung und werden mit metabolischen, immunologischen sowie neuropsychiatrischen Erkrankungen in Verbindung gebracht. Entsprechend gross ist das Interesse an gezielten Veränderungen der Ernährung, um die Mikrobiota therapeutisch vorteilhaft zu beeinflussen. Eine neue systematische Übersichtsarbeit von Forschenden aus Australien und Finnland liefert hierzu eine umfassende Bestandsaufnahme 1.
Die systematische Auswertung
Zentrale Erkenntnis
Mediterrane, japanische und koreanische Kost: konsistente Muster
Westliche und tierbasierte Kost: gegenläufige Trends
Therapeutische Diäten: differenzierte Effekte
Qualität der Evidenz: Ernüchternd
Fazit
Quellen
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