Von Dr. sc. nat. ETH Paolo Colombani | Lesezeit 2 bis 3 Minuten
Hypothesen und auch etablierte Theorien müssen in der Wissenschaft ständig hinterfragt werden – und geraten deswegen manchmal ins Wanken. Seit langem gilt die stille Entzündung als Risikofaktor vieler Erkrankungen und sie gewinnt mit steigendem Alter an Stärke. Eine Studie stellt diese Zusammenhänge aber nun infrage. Müssen wir unsere Sicht auf die stille Entzündung ändern?
Die stille Entzündung geht häufig mit dem Altern einher und sie wurde deshalb bereits vor 25 Jahren vom italienischen Altersforscher Claudio Franceschi als «Inflammaging» bezeichnet 1. Diese Entzündung gilt als ein Kernelement des biologischen Alterns und dem Auftreten vieler damit assoziierten Erkrankungen – von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Diabetes bis zu Demenz. Die stille Entzündung ist aber nicht ein zwangsläufiger Prozess und lässt sich über den Lebensstil modifizieren. Ein internationales Forschungsteam bestätigt dies grundsätzlich anhand einer Untersuchung mehrerer Bevölkerungsgruppen mit unterschiedlichem Lebensstil 2. Die Ergebnisse werfen aber auch Fragen auf…
Die Studie
Die wesentlichen Ergebnisse
Fazit
Quellen
Beitragsbild: © BBC