Von Dr. sc. nat. ETH Paolo Colombani | Lesezeit 3 bis 4 Minuten

Milchprodukte stehen immer wieder in der Kritik – von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis Krebs reichen die Vorwürfe. Eine enorme Übersichtsarbeit basierend auf 95 systematischen Zusammenfassungen und Meta-Analysen widerspricht nun den Vorwürfen. Für die meisten Erkrankungen liegt kein erhöhtes Risiko vor. Im Gegenteil: Teilweise stehen sogar gesundheitliche Vorteile im Vordergrund.

Milch und Milchprodukte gehören seit Jahrtausenden zur menschlichen Ernährung. Gleichzeitig sind sie häufig Gegenstand intensiver Diskussionen. Besonders gesättigte Fettsäuren, die in vielen Milchprodukten enthalten sind, stehen seit Jahrzehnten auf der Anklagebank. In der Schweiz hat die Bundesverwaltung bei der letzten Aktualiserung der Ernährungsempfehlungen für Erwachsene die empfohlenen Portionen an Milch und Milchprodukten geändert: anstatt drei sind es neu zwei bis drei Portionen pro Tag 1,2. Gibt es aus wissenschaftlicher Perspektive tatsächlich Daten, die für einen moderateren Konsum sprechen?

Die Übersichtsarbeit

Die Ergebnisse

Fermentierte Milchprodukte schneiden besonders gut ab

Käse: Kein Problem trotz «kritischer Nährstoffe»

Unterschiede zwischen Vollfett und fettarmen Produkten

Milchprodukte und Krebs

Was bedeutet dies für die Praxis?

Quellen

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