Von Dr. sc. nat. ETH Paolo Colombani | Lesezeit 3 bis 4 Minuten

Die stille Entzündung gilt als gemeinsamer Nenner vieler nicht-übertragbaren Erkrankungen – von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis Diabetes. Die mediterrane Ernährung wird seit Jahren als entzündungshemmend beschrieben. Eine neue Metaanalyse randomisierter Studien zeigt nun: Einige Entzündungsmarker sinken tatsächlich messbar, andere hingegen nicht. Spielt dies eine Rolle?

Die mediterrane Ernährungsweise gehört zu den bekanntesten Ernährungsmustern. Ihre Untersuchung startete in den 1950er-Jahren im Kontext der berühmt gewordenen 7-Länder-Studie zur Überprüfung des Zusammenhangs zwischen Fettkonsum und Herz-Kreislauf-Erkrankungen 1. Viel Gemüse, Früchte, Olivenöl, moderate Mengen an Fisch, rotem Fleisch und Hülsenfrüchten sowie kaum bis keine stark verarbeiteten Lebensmittel – diese Kombination wird seit Jahrzehnten mit einer besseren Gesundheit in Verbindung gebracht. Eine kausale Ursache soll eine entzündungshemmende Wirkung sein. Doch wie gut ist diese tatsächlich belegt?

Eine neue systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse widmete sich jetzt dieser Frage. Bereits früher erschienen entsprechende Zusammenfassungen der Forschungsdaten, aber regelmässige Prüfungen des bestehenden Wissens gehören zum Einmaleins der wissenschaftlichen Arbeit. Eingeschlossen wurden dieses Mal ausschliesslich randomisierte kontrollierte Studien – also die methodisch stärkste Form von Ernährungsinterventionen. Insgesamt analysierten die Forschenden 33 Studien mit fast 3500 Erwachsenen 2.

Die Metaanalyse

Die Ergebnisse

Besonders wirksam bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Was könnte dahinterstecken?

Ernährungsmuster statt Einzelstoffe

Fazit

Quellen

Beitragsbild: © Paolo Colombani, OpenAI’s DALL-E mit ChatGPT generiert