Von Dr. sc. nat. ETH Paolo Colombani | Lesezeit 2 bis 3 Minuten
Beim 16:8-Fasten wird die Nahrungsaufnahme auf acht Stunden begrenzt. Eine Metaanalyse von 23 randomisierten Studien untersucht nun nicht den Gewichtsverlust, sondern die Auswirkungen auf den Zucker- und Fettstoffwechsel. Das Ergebnis ist ernüchternd: kleine Verbesserungen bei Nüchternglukose und Insulinwirkung, aber kaum Veränderungen der Blutfette. Wie ist das einzuordnen?
Beim intermittierenden Fasten steht nicht nur die Auswahl der Lebensmittel im Mittelpunkt, sondern auch der Zeitpunkt des Essens. Besonders beliebt ist das 16:8-Modell: Während 16 Stunden wird auf kalorienhaltige Lebensmittel und Getränke verzichtet und die gesamte Nahrungsaufnahme erfolgt innerhalb eines Zeitfensters von acht Stunden. Wer beispielsweise zwischen 10 und 18 Uhr isst, fastet anschliessend bis zum nächsten Vormittag.
Die Idee dahinter klingt plausibel. Längere Essenspausen könnten den Stoffwechsel aktivieren und die Nahrungsaufnahme besser mit dem Tag-Nacht-Rhythmus des Körpers abstimmen. Zudem fallen durch das verkürzte Zeitfenster möglicherweise Mahlzeiten oder Snacks weg.
Eine Metaanalyse aus dem Jahr 2022 ergab im Vergleich zu üblicher Ernährung einen durchschnittlich etwas grösseren Gewichtsverlust bei zeitlich eingeschränkter Nahrungsaufnahme – die Differenz von 1,5 Kilogramm war aber nicht gross 1 (bei sieben der acht ausgewerteten Interventionen dauerte das Fasten sechs bis zwölf Wochen). Die neue Metaanalyse untersuchte nun, ob auch der Zucker- und Fettstoffwechsel sich beim 16:8-Fasten verbessert 2.
23 Studien mit 1280 Erwachsenen
Kleine Effekte auf den Zuckerstoffwechsel
Bei den Blutfetten kaum Wirkung
Die Evidenz bleibt begrenzt
Fazit
Quellen
Beitragsbild: © Eigene Darstellung (KI-generiert mit ChatGPT/DALL·E, 2026)