Von Dr. sc. nat. ETH Paolo Colombani | Lesezeit 1 bis 2 Minuten
Nahrungscholesterin sei schädlich und daher der Eierkonsum einzuschränken. So lautet eine häufige Empfehlung, die aber ebenso oft in der Kritik steht. Viele Studien widmen sich daher seit Jahren dem Zusammenhang zwischen Eierkonsum und dem Auftreten von Erkrankungen. Ein Forschungsteam hat nun die gesamte Evidenz neu bewertet. Gibt es neue Erkenntnisse oder bleibt alles beim Alten?
Eier gehören zu den natürlichen Nahrungsmitteln. Die älteste direkte archäologische Evidenz zum Konsum von Eiern stammt aus Australien und ist rund 50 000 bis 55 000 Jahre alt. Es handelt sich dabei um Reste von Eierschalen eines etwa zwei Meter grossen flugunfähigen Vogels, die charakteristische Verbrennungsmerkmale zeigen, wie sie beim Kochen entstehen (und nicht von einem Buschfeuer stammen können) 1.
Eier gehören aber auch zu den kontrovers diskutierten Nahrungsmitteln und auch wir haben bereits darüber berichtet («Sind Eier ein Problem für die Gesundheit?»). Der Grund ist ihr Cholesteringehalt, der trotz entgegenlautender Evidenz immer noch als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehandelt wird. Ein Forschungsteam aus Italien hat daher die gesamte wissenschaftliche Literatur zum Zusammenhang zwischen dem Konsum von Eiern und Risikofaktoren oder dem Auftreten von Erkrankungen in einer Umbrella-Review neu beurteilt 2.
Die Umbrella-Review
Die wesentlichen Ergebnisse
Fazit
Quellen
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