Von Dr. sc. nat. ETH Paolo Colombani | Lesezeit 2 bis 3 Minuten
Sarkopenie betrifft weltweit über 50 Millionen Menschen und erhöht das Risiko für Stürze, Pflegebedürftigkeit und Tod. Omega-3-Fettsäuren könnten helfen, Muskelabbau zu bremsen und die Leistungsfähigkeit zu erhalten. Die bisherigen Erkenntnisse waren gemischt. Eine Meta-Analyse fasst nun die entsprechende Forschung zusammen. Ältere und kranke Menschen könnten tatsächlich profitieren.
Sarkopenie bezeichnet den mit dem Alter einhergehenden Verlust an Muskelmasse, der mit einem Rückgang der Muskelkraft und -qualität einhergeht. Weltweit sind Schätzungen zufolge über 50 Millionen Menschen betroffen – mit ernsten Folgen: Das Risiko für Stürze und Knochenbrüche steigt, ebenso die Abhängigkeit von Pflege, die Gefahr kardiovaskulärer Erkrankungen und letztlich auch die Sterblichkeit.
In der Muskulatur erfolgt ein ständiger und täglich ablaufender Umbau an Muskelproteinen. Er schwankt zwischen einem im Fastenzustand überwiegenden Abbau und einem im postprandialen Zustand, also nach Einnahme von Mahlzeiten dominierenden Aufbau. Ob Muskelgewebe erhalten bleibt, entscheidet somit das Gleichgewicht von Auf- und Abbau an Muskelproteinen.
Omega-3-Fettsäuren gelten als vielversprechend, um diese Prozesse positiv zu beeinflussen. Frühe Untersuchungen zeigten teils deutliche Effekte, aber auch teils gar keine Wirkung. Ein internationales Forschungsteam wertete daher die gesamte Forschungsliteratur systematisch aus und führte eine Meta-Analyse über die Wirkung von Omega-3-Fettsäuren auf die Körperproteine durch 1.
Die Meta-Analyse
Wichtigste Ergebnisse
Diskussion
Fazit
Quellen
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